Kurze Zunfthosen - Welche ist die richtige?

Kurze Zunfthosen - Welche ist die richtige?

Werden die Tage länger, sollten die Zunfthosen kürzer werden.
Wenn es endlich wieder Frühling und schließlich Sommer wird, freut sich jeder Handwerker. Doch spätestens, wenn es richtig warm wird und Dir der Schweiß immer öfter über den Körper läuft, solltest Du Dich um eine kurze Zunfthose kümmern. Zwei Möglichkeiten hast Du: Eine neue kaufen oder eine alte abschneiden.

Endlich wird es wärmer

Die Tage werden länger, die Nächte kürzer. Morgens ist es plötzlich schon hell, wenn Du Dich zu Deinem Betrieb aufmachst oder gleich in Richtung Baustelle unterwegs bist. Die Vögel singen den Tag herbei und ihr melodischer Klang wird nur unterbrochen durch das gleichmäßige Klopfen von Hämmern oder dem unvergleichlichen Klang der Kreissäge.

Wer im Freien arbeitet, weiß, wie anstrengend der Winter sein kann. Und wie schön das Gefühl ist, wenn es langsam wieder wärmer wird. Doch wenn die milden Frühlingstage langsam vorüberziehen und die Temperaturen immer öfter über die 20 Grad-Marke steigen, wird die Zunfthose schnell zu dick. Schließlich haben die meisten Zunfthosen einen extra dicken Stoff.

Die einfache Lösung: eine Zunfthose in kurz. Mit dicken Stoff, aber kurzen Beinen. An heißen Tagen absolut praktisch. Bleibt nur noch die Frage: Welche soll es sein?

Selbst ist der Handwerker

Eigentlich hast Du nur zwei Möglichkeiten: Entweder Du kaufst Dir eine kurze Zunfthose. Oder Du legst selbst Hand an und schneidest die Beine einer Deiner bewährter Hosen an der richtigen Stelle ab.

Die Vorteile der zweiten Option liegen so klar vor Dir, wie die Aussicht auf die weite Landschaft an einem sonnigen Sommermorgen auf dem Baustellengerüst. Es gilt: Wer seine alte Zunfthose abschneidet, braucht sich erst mal keine Neue zu kaufen. Und wenn Deine Hose eh schon Löcher hatte und nur in der Ecke lag, hat sie noch mal die Chance auf ein zweites Leben als Sommer-Arbeitsbekleidung. Sie wird sich freuen.

Also los geht's: Länge wählen, Hosenbeine an der richtigen Stelle abschneiden, umnähen, arbeiten (ohne schwitzen), Feierabendbier in der Abendsonne genießen.

Das ging jetzt etwas schnell
- deswegen noch mal Schritt für Schritt:

1. Länge auswählen: Bei der Länge musst Du natürlich schauen, was Dir zusagt und ob die kurze Hose oberhalb oder unterhalb der Knie aufhören soll. Wichtig: Achte darauf, dass beide Hosenbeine gleich lang werden.

2. Abschneiden: Damit die Hosenbeine gleich lang werden, gibt es einen einfachen Trick: Schlage die Hosenbeine übereinander und schneide sie dann zusammen ab.

3. Umnähen: Jetzt geht's ans Handwerkliche. Wenn Du verhindern willst, dass die Hose unten verfranst oder sich einzelne Fäden abwickeln, solltest Du sie noch umnähen. Eine Sache solltest Du allerdings beachten: Bei Stoffdicken über 400 g/m² (z.B. Zwirn-Doppel-Pilot, Trenkercord, Deutschleder oder Dreidraht-Cord) kapitulieren die meisten normalen Nähmaschinen. Entweder Du musst mit einer dicken Nadel per Hand nähen oder in einer Änderungsschneiderei auf professionelle Hilfe zurückgreifen.

4. Geschafft: Mache der Praxistest bei der Arbeit. Sitzt alles? Freuen sich die Beine über ihre neu gewonnene Freiheit?

5. Feierabend: Das wichtigste kommt ganz zum Schluss. Genau: Nach Feierabend in der milden Abendsonne noch ein kühles Bier genießen.

Achso: Vorher solltest Du Dir nur überlegen, ob Du Deine Zunfthose auch wirklich kürzen willst. Nicht, dass Du Deine Entscheidung plötzlich bereust, wenn die Tage wieder kühler werden.

Drei Modelle - drei Möglichkeiten

Falls Dir das alles doch ein bisschen zu viel Aufwand ist oder Du Dich einfach keine Deiner Zunfthosen abschneiden willst.

Wenn Du Dich doch dafür entscheidest, eine kurze Zunfthose neu zu kaufen, solltest Du Dir vorher überlegen, welches Modell es sein soll. Grundsätzlich gibt es bei kurzen Zunfthosen drei verschiedene Modelle: Shorts, Bermudas und ¾-Hosen.

Shorts sind die kürzesten und enden ein Stück oberhalb des Knies. Bermudas hingegen sollen über die Knie reichen. ¾-Hosen machen ihrem Namen alle Ehre und gehen bis zur Wade.

Für alle Vorlieben und Temperaturen ist also was dabei. Und wer eher eine Frostbeule ist oder seine Haut dauerhaft schützen kann, behält seine lange Zunfthose einfach an.
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